Die NYT überdachte in den letzten Jahren immer wieder ihr Preismodell für ihr Online-Archiv. Erst setzten sie auf Paid Content, bei dem jeder Artikel $2.95 kostete, der älter als sieben Tage war. Dann stellte sie ihr Online-Archiv mit TimeSelect umlimitiert für eine Jahresgebühr von $49.99 zur Verfügung, wie Martin Hitz im Medienspiegel im Mai 2005 bloggte.
Nun hat die renommierte Tageszeitung aus Amerika zweieinhalb Jahre später einen kompletten Strategiewechsel vollzogen, wie Spiegel Online Mitte September berichtete. Fast alle Artikel sind nun seit dem Bestehen von 1851 der NYT kostenlos verfügbar. Dies betrifft vor allem das NYT-Archiv von 1986 bis heute, sowie das Archiv-Material von 1851 bis 1922 und die Beiträge von 23 prominenten Kolumnisten wie David Brooks, Gail Collins oder Bob Herbert.
Will man nun im Online-Archiv nach diesen Artikeln suchen, findet man rasch oben die Suchmaske mit dem Pull-Dowm-Menü.

Bei der einfachen Testrecherche nach Switzerland im Zeitraum von 1851 bis 1980 fällt bei den Ergebnissen jedoch auf, dass nicht alle Artikel frei verfügbar sind.

Dies stimmt, wie Spiegel-Online weiter angibt, denn die Archiv-Inhalte aus der Zeit zwischen 1922 und 1986 bleiben weiterhin kostenpflichtig. Mit Hilfe der Sitemap gelangt man zu den Spiderbites. Hier bekommt man einen ersten Eindruck, welche Artikel tatsächlich kostenlos sind. Mit dem umfassenden Guide, den man ebenfalls bei den Spiderbites findet, kommt man zur etwas versteckten erweiterten Archivesuche ganz unten auf der Website unter Services.
Hier kann man im Gegensatz zur einfachen Suche auf der Frontseite auch gezielt nach Autoren oder in der Titelzeile recherchieren sowie nach Datum einschränken.

Ob der Trend des «Free Contents» weiter geht, wird man sehen. Das Wall Street Journal ziert sich noch. Sie ist, laut Spiegel Online eine der letzten komplett gebührenpflichtigen US-Tageszeitungen:
«Die Internetseiten des US-Wirtschaftsblatts «Wall Street Journal» ist das letzten komplett kostenpflichtige Web-Angebot einer US-Zeitung. Im August bestätigte Neu-Eigentümer Murdoch in einem Analystengespräch, dass seine Manager bereits ein Ende des Abo-Modells bei «WSJ.com» prüfen. Das wäre ein gewaltiger Schritt für die Branche - «WSJ.com» hat immerhin fast eine Million zahlender Leser gewonnen, bei einen Jahres-Abo-Preis von 79 Dollar.»
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