2007-10-08

Unterschied zwischen Trunkierungen und Wildcards

Von Searchfactory @ 17:18 [ Guides Zur Online-Recherche ]
Rechercheprofis wissen wie sie an ihr Ziel kommen. Neben der Eingabe von Mengenoperatoren um zwei Suchbegriffe miteinander zu verknüpfen (AND), die Suchmenge zu erweitern (OR) oder bestimmte Begriffe auszuschliessen (NOT), trunkieren sie Begriffe oder verwenden Wildcards.

Doch was versteht man genau darunter?

Laut dem Fremdwörterbuch des Dudens kommt das Wort Trunkieren von dem lateinischen “truncare” und bedeutet soviel wie verstümmeln. Im Englischen wird “to truncate” mit abschneiden oder kürzen übersetzt. Bei der Datenbankrecherche verwendet man es zur erweiterten Suche, um z. B. nach Zusammensetzungen oder andern Wortformen zu recherchieren.

Beispiel 1: Tier*

sucht mit dem Wortstamm Tier nach Tieren, Tierheim, Tierhaltung, Tierfutter, Tiernahrung, Tierzüchtung usw. Neben der Rechtstrunkierung wie bei Tier, gibt es auch die Linkstrunkierung vor dem Wortstamm.

Beispiel 2: *Tier

sucht nun nach Wildtier, Zootier, Kleintier, Nagetier, Säugetier usw.

Trunkierungen werden in der Regel immer mit Sonderzeichen wie *, !, ? oder $ gemacht. Dies kommt immer auf die jeweilige Datenbank an.

Nicht immer machen Trunkierungen Sinn, deshalb sollte man sie sparsam einsetzen bei der Datenbankrecherche. Suchmaschinen wie Google oder Yahoo verwenden keine Trunkierungen, da sonst die Treffermenge noch mehr ins Unermessliche gehen würde. Bei Google muss man im Zweifelsfall bei der Suche beispielsweise nach Verlag und Verlagen mit beiden Begriffen recherchieren.

Häufig werden auch so genannte Wildcards mit Trunkierungen verwechselt. Wildcards oder auch Joker genannt, haben aber die Funktion von Platzhaltern innerhalb eines Wortes. Auch dafür werden meist wieder Sonderzeichen eingesetzt. Wildcards zu verwenden, macht vor allem dann Sinn, wenn man sich unsicher ist wie ein Name oder ein Begriff geschrieben wird.

Beispiel 1: Lorenz K?iser sucht nach Lorenz Keiser bzw. Lorenz Kaiser

Beispiel 2: Die Farbe Grau heisst in british englisch grey und in american englisch gray.
Möchte man beide Schreibweisen berücksichtigen, ersetzt hier der Platzhalter den Vokal e bzw. a, also gr?y.

2006-09-01

Domainüberprüfung bei Webseiten

Von Searchfactory @ 08:35 [ Guides Zur Online-Recherche ]

Internetquellen sind heikel Quellen, wenn man nicht genau bestimmen kann von wem die Information kommt. In einzelnen Beiträgen wie Authentizität und Glaubwürdigkeit im Internet oder Neujahrsente offenbart mangelnde Online-Recherche wurde schon im Recherchen Blog darauf hingewiesen. In vielen Fällen reicht heute nicht mehr der Blick in die Meta-Tags oder in das ein Impressum, das beispielsweise in der Schweiz nicht Pflicht ist. Eine relativ zuverlässige Methode ist jedoch die Domainüberprüfung.

Jede Webdomain ist in einer WhoIS-Datenbank erfasst, da man ohne eine Registrierung bei beispielsweise bei Switch oder Denic überhaupt nicht betreiben kann. In der Regel geschieht dies vor Ort, d.h in dem Land in dem man lebt und seine Webseite betreibt. Die Registrierstelle betreiben oft einen Suchdienst mit dem man relativ schnell die länderspezifische Top-Level-Domain wie .de, .at, .ch oder .fr überprüfen kann.

Switch Whois

Beispiel: SWITCH WHOIS Gateway

Schwieriger wird es, wenn die Domain nicht eindeutig indetifiziert werden kann. Also eine Endung auf beispielsweise .net, .org oder .info hat. In dem Beispiel www.bunddeutscherjuristen.org von Albrecht Ude mit der Neujahrsente stellt man bei einer Überprüfung fest, dass die Domain in Arizona registiert ist, aber man keine konkreten Angaben zu dem Inhaber bekommt. Dies sollte skeptisch machen, zu mal die Organisation in Deutschland beispielsweise auch im Oeckl, dem Taschenbuch des öffentlichen Lebens verzeichnet sein sollte

BDJ
Quelle: http://www.coolwhois.com/

Eine Einschränkung gibt es allerdings. Die Registrierstellen sind aus Datenschutzgründen nicht verpflichtet den Namen eines Betreibers herauszugeben. Allen in allem bleiben Internetquellen eine heikle Sache, bei der man genau abschätzen muss was seriös ist und was nicht. Die Domainüberprüfung kann daher nur ein kleines Hilfsmittel von vielen sein.

Ein umfangreiches Verzeichnis Whois-Dienste findet man beim Open Source Directory Project