2007-10-23

New York Times öffnet Online-Archiv

Von Searchfactory @ 18:24 [ Pressearchive ]

Die NYT überdachte in den letzten Jahren immer wieder ihr Preismodell für ihr Online-Archiv. Erst setzten sie auf Paid Content, bei dem jeder Artikel $2.95 kostete, der älter als sieben Tage war. Dann stellte sie ihr Online-Archiv mit TimeSelect umlimitiert für eine Jahresgebühr von $49.99 zur Verfügung, wie Martin Hitz im Medienspiegel im Mai 2005 bloggte.

Nun hat die renommierte Tageszeitung aus Amerika zweieinhalb Jahre später einen kompletten Strategiewechsel vollzogen, wie Spiegel Online Mitte September berichtete. Fast alle Artikel sind nun seit dem Bestehen von 1851 der NYT kostenlos verfügbar. Dies betrifft vor allem das NYT-Archiv von 1986 bis heute, sowie das Archiv-Material von 1851 bis 1922 und die Beiträge von 23 prominenten Kolumnisten wie David Brooks, Gail Collins oder Bob Herbert.

Will man nun im Online-Archiv nach diesen Artikeln suchen, findet man rasch oben die Suchmaske mit dem Pull-Dowm-Menü.


 

Bei der einfachen Testrecherche nach Switzerland im Zeitraum von 1851 bis 1980 fällt bei den Ergebnissen jedoch auf, dass nicht alle Artikel frei verfügbar sind.


Dies stimmt, wie Spiegel-Online weiter angibt, denn die Archiv-Inhalte aus der Zeit zwischen 1922 und 1986 bleiben weiterhin kostenpflichtig. Mit Hilfe der Sitemap gelangt man zu den Spiderbites. Hier bekommt man einen ersten Eindruck, welche Artikel tatsächlich kostenlos sind. Mit dem umfassenden Guide, den man ebenfalls bei den Spiderbites findet, kommt man zur etwas versteckten erweiterten Archivesuche ganz unten auf der Website unter Services.

Hier kann man im Gegensatz zur einfachen Suche auf der Frontseite auch gezielt nach Autoren oder in der Titelzeile recherchieren sowie nach Datum einschränken.

 


Ob der Trend des «Free Contents» weiter geht, wird man sehen. Das Wall Street Journal ziert sich noch. Sie ist, laut Spiegel Online eine der letzten komplett gebührenpflichtigen US-Tageszeitungen:

«Die Internetseiten des US-Wirtschaftsblatts «Wall Street Journal» ist das letzten komplett kostenpflichtige Web-Angebot einer US-Zeitung. Im August bestätigte Neu-Eigentümer Murdoch in einem Analystengespräch, dass seine Manager bereits ein Ende des Abo-Modells bei «WSJ.com» prüfen. Das wäre ein gewaltiger Schritt für die Branche - «WSJ.com» hat immerhin fast eine Million zahlender Leser gewonnen, bei einen Jahres-Abo-Preis von 79 Dollar.»

Link: kleine Auswahl kostenloser Pressearchive

2007-10-19

WeShow zeigt Online-Videos übersichtlicher

Von Searchfactory @ 18:40 [ Web 2.0 Anwendungen ]

YouTube ist in aller Munde. Und auch mit den Kategorien ist es dennoch recht schwer auf YouTube wirklich gezielt interessante Videobeiträge zu finden.

Abhilfe schafft hier die Online-Plattform WeShow. Ziel von WeShow ist es, die besten Videos der Welt zu zeigen. Diese werden aus dem Internet-Angeboten von Plattformen wie YouTube, MySpace, Metacafe oder Google Video von einer Redaktion ausgewählt und kategorisiert.

In der jeweiligen Kategorie wie beispielsweise Nachrichten, Kunst oder Wissen kann man dadurch gezielt mit den Schlagwörtern, welche jeweils immer unten links stehen zu Themen wie z.B. Biologie suchen.

WeShow stellt diesen Suchdienst momentan für die U.S.A, Grossbritannien, Brasilien, Deutschland, Spanien und Frankreich zur Verfügung.



2007-10-08

Unterschied zwischen Trunkierungen und Wildcards

Von Searchfactory @ 17:18 [ Guides Zur Online-Recherche ]
Rechercheprofis wissen wie sie an ihr Ziel kommen. Neben der Eingabe von Mengenoperatoren um zwei Suchbegriffe miteinander zu verknüpfen (AND), die Suchmenge zu erweitern (OR) oder bestimmte Begriffe auszuschliessen (NOT), trunkieren sie Begriffe oder verwenden Wildcards.

Doch was versteht man genau darunter?

Laut dem Fremdwörterbuch des Dudens kommt das Wort Trunkieren von dem lateinischen “truncare” und bedeutet soviel wie verstümmeln. Im Englischen wird “to truncate” mit abschneiden oder kürzen übersetzt. Bei der Datenbankrecherche verwendet man es zur erweiterten Suche, um z. B. nach Zusammensetzungen oder andern Wortformen zu recherchieren.

Beispiel 1: Tier*

sucht mit dem Wortstamm Tier nach Tieren, Tierheim, Tierhaltung, Tierfutter, Tiernahrung, Tierzüchtung usw. Neben der Rechtstrunkierung wie bei Tier, gibt es auch die Linkstrunkierung vor dem Wortstamm.

Beispiel 2: *Tier

sucht nun nach Wildtier, Zootier, Kleintier, Nagetier, Säugetier usw.

Trunkierungen werden in der Regel immer mit Sonderzeichen wie *, !, ? oder $ gemacht. Dies kommt immer auf die jeweilige Datenbank an.

Nicht immer machen Trunkierungen Sinn, deshalb sollte man sie sparsam einsetzen bei der Datenbankrecherche. Suchmaschinen wie Google oder Yahoo verwenden keine Trunkierungen, da sonst die Treffermenge noch mehr ins Unermessliche gehen würde. Bei Google muss man im Zweifelsfall bei der Suche beispielsweise nach Verlag und Verlagen mit beiden Begriffen recherchieren.

Häufig werden auch so genannte Wildcards mit Trunkierungen verwechselt. Wildcards oder auch Joker genannt, haben aber die Funktion von Platzhaltern innerhalb eines Wortes. Auch dafür werden meist wieder Sonderzeichen eingesetzt. Wildcards zu verwenden, macht vor allem dann Sinn, wenn man sich unsicher ist wie ein Name oder ein Begriff geschrieben wird.

Beispiel 1: Lorenz K?iser sucht nach Lorenz Keiser bzw. Lorenz Kaiser

Beispiel 2: Die Farbe Grau heisst in british englisch grey und in american englisch gray.
Möchte man beide Schreibweisen berücksichtigen, ersetzt hier der Platzhalter den Vokal e bzw. a, also gr?y.

2007-10-01

Deutsches Bürger-CERT warnt vor Viren, Würmer und Trojanern

Von Searchfactory @ 14:50 [ Hintergrundinfos ]

Ähnlich wie der Hoax-Info Service der Technischen Universität Berlin, auf das Albrecht Ude in seinem Recherchenblog-Beitrag Neujahrsente offenbart mangelnde Online-Recherche hingewiesen hat, bietet das Deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einen eigenen Informationsdienst zu Computerviren, -würmern und -sicherheitslücken an.

Die Informationen können zu drei unterschiedlichen Bereichen wie Technische Warnungen, dem Newsletter «Sicher - Informiert» oder der Extraausgabe «Sicher - Informiert» abonniert werden. RSS-Feeds werden, wie es scheint dazu (noch) nicht angeboten. Die Dienste sind kostenlos.