2007-09-24

Internet für Presserecherchen

Von Searchfactory @ 11:58 [ Recherchekurse BIT ]

Wie kann man das Internet für Recherchen in der Tages- und Wochenpresse nutzen? Wo gibt es freie Quellen für Newsmeldungen? Welche Kriterien müssen Quellen im Netz erfüllen, damit sie als glaubwürdig eingeschätzt werden können? Welche Vorteile bieten kommerzielle Pressedatenbanken wie Swissdox, GBI oder LexisNexis gegenüber freien Quellen?

Im Tagesseminar Internet für Presserecherchen erhalten Sie darauf Antworten und können mit Hilfe praktischer Übungen die verschiedensten Quellen miteinander vergleichen. Die RechercheAgentur Searchfactory bietet diesen Kurs in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) in Bern an.

Am Donnerstag, 22. November 2007 hat es noch freie Plätze!

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.internetrecherche.ch/presserecherche

Die Kurse des BIT stehen auch bundesverwaltungsexternen Teilnehmenden offen, wenn sich diese über ihren Arbeitsgeber anmelden können. Anmeldungen zu diesem Tageseminar nimmt das BIT unter http://www.bit.admin.ch/ausb entgegen.

Weitere Fragen zu diesem Kurs beantwortet Ihnen gerne auch das Sekretariat des BIT unter ausbildung@bit.admin.ch oder Telefon 031 325 97 52


2007-09-20

Ecoi - European Country of Origin Information Network

Von Searchfactory @ 15:30 [ Länderinfos ]

Das österreichische Rote Kreuz unterhält ein zweisprachiges Länderinformationsportal im Internet, das laut eigenen Angaben:

«einen wichtigen Beitrag zu einem fairen und effizienten Asylverfahren [leisten will], indem es allen am Verfahren beteiligten Parteien schnellen und einfachen Zugang zu qualitativ hochwertigen und aktuellen Herkunftsländerinformationen bietet.»

Auf dem Portal findet man öffentlich zugängliche Informationsquellen von Regierungen wie dem CIA World Fact Book, der UN, NGOs wie Amnesty International, Caritas oder der Schweizerischen Flüchtlingshilfe sowie von Nachrichtendiensten und Zeitungen. Der Schwerpunkt der Länder liegt vor allem auf den Herkunftsländer von Asylbewerbern in Europa. Derzeit erweiterte sich monatlich um durchschnittlich 1200 Dokumente.

Über die Suchmaske mit dem Länderindex findet man schnell die Basisinformationen zu den einzelnen Ländern. Auch wird angezeigt wie aktuell die Informationen sind. Unter «Neue Dokumente» kann man sich die die neusten Informationen abrufen. Als registrierter Benutzer bekommt Alerts zu ausgewählten Ländern zugeschickt. Dieser Service ist kostenlos.

Bei den gegliederten Recherchequellen sind ein paar nützliche Links hinterlegt. Eine weitere Auswahl der Quellen findet man auch mit Hilfe der erweiterten Suche. Will man hier mehr zu einer einzelnen Quelle wissen, muss man die Quelle auswählen und die Suche starten. In der Ergebnisliste kommt man dann direkt auf den Link jeweiligen Quelle. Hier sieht man damit auch welche Quellen regelmässig aktualisiert werden.

Link: Ecoi.net


2007-09-11

Google liefert Fakten

Von Searchfactory @ 12:09 [ Google ]

Neu bietet Google eine sogenannte natürlichsprachige Suche an. Manche Bibliotheksbenutzer kennen diese evtl. schon von NEBIS, welche die Recherche vor allem in der ETH-Bibliothek unterstützt.


nebis


Nach dem ähnlichen Prinzip funktioniert nun auch die Faktensuche bei Google. Gibt man die Frage bzw. die Phrase «Einwohnerzahl der Schweiz» ein, erfährt man, dass es 7.5 Mio Menschen sind.

Die Frage «Wer war Otto Hahn?» wird mit dem Wikipedia-Eintrag zu ihm beantwortet. Dies ist auch der Knackpunkt bei dieser Suchfunktion. Die meisten Antworten stammen aus Wikipedia. Hier muss man genau überprüfen, ob es wirklich passt. Siehe dazu Beitrag Wikipedia als Rechercheeinstieg. Und man muss auch intelligente Fragen stellen, damit man gute Antworten bekommt. ;-)

Link: Info zu Google Fakten


2007-09-09

Virtuelle Allgemeinbibliothek

Von Searchfactory @ 11:59 [ Virtuelle Fachbibliotheken ]

Virtual Libraries bzw. virtuelle Fachbibliotheken helfen oft als Einstieg zu thematischen Recherchen. Die älteste virtual Library ging als Projekt von Tim Berners-Lee bereits 1991 an den Start. Mittlerweile habe sich diese zumeist kommentierten Linkssammlungen zu einem bestimmten Thema als wahre Informationsfundgruben im Netz weiterentwickelt. In Deutschland unterstützt die von deutschen Staat und der Deutschen Forschunggemeinschaft dfg geförderte Suchmaschine Vascoda die Recherche nach relevanten Informationen in den einzelnen digitalen Fachbibliotheken. Die Qualität dieser Libraries ist in der Regel sehr gut. Früher wurden sie meist von freiwilligen Redaktoren bearbeitet, heutzutage sind sie oft in eine Institution wie Universitätsbibliotheken eingebunden.

Die Diplom-Bibliothekarin Ingrid Strauch bearbeitet ihre virtuellen Allgemeinbibliothek (VAB) in der Freizeit und bietet damit ein weiteres übersichtliches Werkzeug für die Internetrecherche an. Ihre virtuelle Bibliothek bezieht sich dabei nicht auf ein konkretes Themengebiet, sondern sie versucht viele verschiedenen Bereiche abzudecken. Ihre kommentierten und datierten Links führen zu Texten, Verzeichnissen und weiteren Datenbanken. Man sieht wie viel Arbeit darin steckt, denn neben den Oberkategorien wie Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft oder Sportwissenschaft hat sie eine umfangreiche Themenliste sowie ein Schlagwort- und Verfasserregister angelegt. Das letztere bezieht sich neben den Verfassern von Webseiten auch auf Autoren von Texten wie Fachartikel oder Studien.

Ihre virtuelle Allgemeinbibliothek geht vielleicht nicht bei jedem einzelnen Fachgebiet in die Tiefe, aber sie bietet damit vor allem für fachfremden Suchende einen Überblick über verschiedene Themengebiete und durch die übersichtliche Stukturierung einen guten Einstieg in die Internetrecherche.

Link: Virtuelle Allgemeinbibliothek (VAB)


2007-09-06

Historisches Wissen der Welt - Zedlers Lexikon

Von Searchfactory @ 10:49 [ Datenbanken ]

zedlerlogo


Neben Wikipedia, das sich als Einstieg in eine Recherche durchaus lohnt, wird heutzutage oft vergessen, dass es eigentlich noch andere Enzyklopädien wie die Britannica oder den Brockhaus gibt. Beide sind allerdings kostenpflichtig. Auch schon früher wurde das Wissen der Welt gesammelt. Ein Universal-Lexikon, das nach eigenen Angaben

«mit Abstand das umfangreichste enzyklopädische Werk [ist], das im Europa des 18. Jahrhunderts hervorgebracht wurde»

ist das Grosse vollständige Universallexicon aller Wissenschafften und Künste von Johann Heinrich Zedler.

Es umfasst 64 Bände und 4 Supplementbände. Darin befinden sich auf ca. 63.000 zweispaltigen Folioseiten rund 248.000 Artikel und 276.000 Verweisungen, welche unterschiedlicher Sachgebiete wie Mineralogie, Rechtsprechung, Medizin, Astrologie, Ökonomie, Musik, Zoologie, Philosophie, Handwerk und Religion abdecken. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf biografischen und geografischen Angaben. Es entstand im Zeitraum von 1731 bis 1754 und zeigt so anschaulich das damaligen Wissen der Menschheit auf.

Die Bayerische Staatsbibliothek hat nun dieses Wissen digitalisiert und inhaltlich erschlossen, so dass uns heute 284.0000 Einträge und 276.000 Verweisungen des Zedlers aus online zur Verfügung stehen. In Kooperation mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel wurden alle Artikel sachlich geordnet. Es ist nun damit auch eine Suche nach Kategorien möglich. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Link: Johann Heinrich Zedlers Grosses vollständiges Universallexicon aller Wissenschafften und Künste

via Digithek