2006-09-23

Die Deutsche Nationalbibliothek als Webkatalog?

Von Searchfactory @ 10:29 [ Hintergrundinfos ]
Wenn man das neue «Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek» der Deutschen Bundesregierung richtig interpretiert, wird die Deutsche Nationalbibliothek zum grössten deutschen Webkatalog werden. «Denn nach den Buchstaben des Gesetzes dieses nun geltenden Werkes» wie die HAZ letzte Woche berichtete «ist künftig jedermann aus Deutschland, wenn er Internet-Seiten veröffentlicht, dazu verpflichtet, sie zusätzlich bei der Nationalbibliothek in Frankfurt am Main abzuliefern - und zwar binnen einer Woche, auf eigene Kosten, vollständig. Bei Zuwiderhandeln droht eine Ordnungswidrigkeit von bis zu 10.000 Euro.».

Ob diese Pflichtenablieferung, wie sie bereits bei Büchern und Noten sowie audiovisuellen Werken (Ton und Film) besteht, sich bei den dynamischen Medienwerke in unkörperlicher Form, die laut Gesetz alle Darstellungen in öffentlichen Netzen einschliessen, tatsächlich praktisch mit den vorgegebenen Mitteln (erst 1.9 Mio Euro jährlich, später 2.9 Mio Euro) umsetzen lässt, darf mehr als fraglich sein. Aber vielleicht unterstützt dieses Vorhaben die neue Suchmaschine Quaero, die Deutschland zusammen mit Frankreich plant. Und wie man bei Google sieht, kann man damit ja sehr viel Geld verdienen. ;-)


via Digithek


Links:

Bibliothek soll deutsches Internet archivieren in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 20.9.2006 (Druckversion)

Neues Bibliotheksgesetz in Deutschland in Recherchen Blog vom 2.8.2006

Pressemeldung Deutsche Nationalbibliothek mit erweitertem Sammelauftrag vom 29.6.2006


2006-09-15

Presserecherche mit LexisNexis für Fortgeschrittene

Von Searchfactory @ 11:43 [ Recherchekurse BBS ]

Der folgende Weiterbildungskurs beim BBS hat noch freie Plätze!

Donnerstag 19. Oktober 2006, Presserecherche mit LexisNexis für Fortgeschrittene

Kursziel: Effizienter mit der Pressedatenbank LexisNexis sowie mit
kostenlosen News- und Infoquellen im Internet recherchieren.

Inhalt: In diesem weiterführenden Kurs erfahren Sie anhand praktischer
Übungen, wie Sie in Ihrer Hochschule noch effizienter mit der
Pressedatenbank LexisNexis recherchieren können. Darüber hinaus zeigen wir
Ihnen auch, wie Sie kostenlose Presseartikel und Newsmeldungen im Internet
finden und welche Kriterien Ihnen Aufschluss darüber geben, ob eine Quelle
als seriös eingestuft werden kann.

Zielgruppe: Personen, die LexisNexis bereits kennen und diese Datenbank
sowie weitere freie Quellen für die Presserecherche effizienter nutzen
wollen.

Kursleitung: Beatrice Krause, Diplom-Dokumentarin FH


Kosten:
CHF 300.00 Mitglied BBS SVD VSA SAB
CHF 240.00 Mitglied in Ausbildung
CHF 430.00 Nichtmitglied

Anmeldeschluss: 29. September 2006

Ort: Zentralbibliothek Zürich

Dauer: 1 Tag

Anmeldung: www.bbs.ch Rubrik "Weiterbildung" oder Mail an
Rahel Otz:
weiterbildung@bbs.ch


2006-09-01

Domainüberprüfung bei Webseiten

Von Searchfactory @ 08:35 [ Guides Zur Online-Recherche ]

Internetquellen sind heikel Quellen, wenn man nicht genau bestimmen kann von wem die Information kommt. In einzelnen Beiträgen wie Authentizität und Glaubwürdigkeit im Internet oder Neujahrsente offenbart mangelnde Online-Recherche wurde schon im Recherchen Blog darauf hingewiesen. In vielen Fällen reicht heute nicht mehr der Blick in die Meta-Tags oder in das ein Impressum, das beispielsweise in der Schweiz nicht Pflicht ist. Eine relativ zuverlässige Methode ist jedoch die Domainüberprüfung.

Jede Webdomain ist in einer WhoIS-Datenbank erfasst, da man ohne eine Registrierung bei beispielsweise bei Switch oder Denic überhaupt nicht betreiben kann. In der Regel geschieht dies vor Ort, d.h in dem Land in dem man lebt und seine Webseite betreibt. Die Registrierstelle betreiben oft einen Suchdienst mit dem man relativ schnell die länderspezifische Top-Level-Domain wie .de, .at, .ch oder .fr überprüfen kann.

Switch Whois

Beispiel: SWITCH WHOIS Gateway

Schwieriger wird es, wenn die Domain nicht eindeutig indetifiziert werden kann. Also eine Endung auf beispielsweise .net, .org oder .info hat. In dem Beispiel www.bunddeutscherjuristen.org von Albrecht Ude mit der Neujahrsente stellt man bei einer Überprüfung fest, dass die Domain in Arizona registiert ist, aber man keine konkreten Angaben zu dem Inhaber bekommt. Dies sollte skeptisch machen, zu mal die Organisation in Deutschland beispielsweise auch im Oeckl, dem Taschenbuch des öffentlichen Lebens verzeichnet sein sollte

BDJ
Quelle: http://www.coolwhois.com/

Eine Einschränkung gibt es allerdings. Die Registrierstellen sind aus Datenschutzgründen nicht verpflichtet den Namen eines Betreibers herauszugeben. Allen in allem bleiben Internetquellen eine heikle Sache, bei der man genau abschätzen muss was seriös ist und was nicht. Die Domainüberprüfung kann daher nur ein kleines Hilfsmittel von vielen sein.

Ein umfangreiches Verzeichnis Whois-Dienste findet man beim Open Source Directory Project